WANDERBERICHTE 2024

     

                                            10.02.2024  KARNEVALSSAMSTAG  STINDERBACHTAL  DORPER BACH 12,5km

  Die Wanderung am Karnevalssamstag ist seit längerem Tradition in unserer Gruppe und so war es auch in diesem Jahr. Es bestand wohl die begründete Befürchtung, daß sie wie im letzten Jahr vielleicht bei starkem Regen buchstäblich ins Wasser fallen könnte – jedoch hatten wir wieder mal Glück und die „Regenlücke“ erwischt. Allerdings standen größere Teile unserer gewohnten Off-Road-Strecke nach den letzen sehr ergiebigen Regentagen wohl unter Wasser und so entschlossen wir uns spontan zu einer Alternativstrecke. So ging es also nicht rund um Hubbelrath, sondern ins schöne Stinderbachtal, das für einige der 18 Wanderteilnehmer sogar ein neues Gebiet war. Immer wieder auch eine „Wander- und Augenweide“ der Pfad „Maria im Tal“ neben dem Dorper Bach, benannt nach der schlichten Marienstatue am Fuße des Einstiegs. Zum Schluss führte dann noch unser Weg zur Einkehr in den Western Saloon des ROAD STOP, wo wir den sehr gelungenen Wandertag mit Speis und Trank in angenehmer Runde krönten und bereits die nächsten geplanten Touren besprachen.        FOTOS

 

                                            02.-04.02.2024  ERLEBNISFAHRT KORBACH  AUF DEN SPUREN DER GOLDSUCHER  —  EDERSEE  URWALDPFAD – KNORREICHENSTIEG      

    Wer hätte gedacht, daß es im Eisenberg bei Korbach-Goldhausen ein größeres Goldvorkommen gibt, welches bereits im Mittelalter abgebaut wurde, Übrigens das größte Vorkommen des Edelmetalls in Deutschland überhaupt! Der Bergbau kam jedoch während des Dreißigjährigen Krieges zum Erliegen und leider auch nach zahlreichen Versuchen nie wieder in Gang. Die noch im Berg vermuteten 10Tonnen Gold sind als feine Partikel allerdings so weitläufig verteilt, daß deren Abbau leider unrentabel ist. Dennoch war es für unsere 24köpfige Wandergruppe ein erhabenes Gefühl, auf historischen „Goldpfaden“ zu wandeln. Auf dem Gipfel des 560 Meter hohen Eisenbergs befindet sich der weit sichtbare “Georg-Viktor-Turm”, der seinen Namen zu Ehren des Fürsten zu Waldeck und Pyrmont trägt. Der 1905 errichtete Turm misst eine Höhe von 22,5 Metern und bietet einen großartigen Rundblick von Korbach über den Habichtswald, die Ederberge, dem Kellerwald bis hin zu den Bergen des Sauerlandes. Leider ist der Turm jetzt in der Winterzeit geschlossen. Unsere lokale Wanderbegleiterin Birthe führte uns zu einem Stolleneingang, von dem aus ab April das Besucherbergwerk besichtigt werden kann. Unsere „Goldrunde“ beschränkten wir in Voraussicht auf die für morgen vorgesehene etwas anspruchsvollere Wanderstrecke am Edersee heute auf 6km. Zurück in Korbach gab es im Café Zucker und Salz die obligatorische Kaffee und Kuchen-Einkehr und die Stärkung im Hinblick auf morgen konnte mit wahrhaft köstlichen Torten nicht angenehmer ausfallen. Zu guter Letzt muss auch noch das Grillen zum Abendessen in der JH erwähnt werden. Wir labten uns an saftigem Steak und Bratwurst mit opulenten schmackhaften Salaten und Beilagen. Wie stets auf unseren Erlebnisfahrten wird anschließend noch in gemütlicher Runde über Gott und die Welt diskutiert, natürlich auch über unsere Wanderaktivitäten – und häufig entwickelt sich daraus ein Plan für neue Erlebnistouren, und so kam es auch diesmal! Da war doch was ___

      Das „Waldecksche“ galt schon für unsere Eltern als bevorzugte Ferienlandschaft. Der riesige fjordähnlich verschlängelte Edersee, ca.12km südöstlich von Korbach gut erreichbar, ist mit Premiumwanderwegen vom Feinsten bestens erschlossen. Es fällt schwer, sich für eine der zahlreichen Routen zu entscheiden. Diesmal fällt unsere Wahl auf eine Teiletappe des sogenannten „Urwaldsteigs“, der mit seiner vollen Länge von 66km den Edersee umspannt. Der von uns angestrebte Abschnitt heißt „Knorreichenstieg“ und ist – wie man hört – wohl auch einer der reizvollsten Abschnitte. Schmale Pfade über zahlreiche Hügel und Berge führen durch Buchen- und Eichenwälder mit majestätischen Baumriesen und knorrigen, teils skurril gewachsenen Urwaldrelikten. Ein Großteil der Strecke verläuft längs des Edersees mit weitem Blick teils von oben auf das weit unten liegende Gewässer. Absolut auffällig die zahlreichen in der kargen Winterzeit leuchtend grünen Moosfelder und -büschel, die auf Steinen oder verrottenen Baumstümpfen in unterschiedlich einfallendem Licht teils bizarre faszinierende Formen annehmen. Alles in allem haben wir viel Glück gehabt mit dem Wetter. Bei Regen oder erst recht bei Schnee hätten wir diese Route nicht gehen können, denn fast durchgängig waren die Pfade mit dichtem Eichen- und Buchenlaub bedeckt. Diese dann rutschige Schicht würde mit den darunterliegenden lockeren Gesteinsplatten zum hohen Sturzrisiko führen. So gelangten wir zur Südspitze der Halbinsel zum Rast- und Ruheplatz am Fuße des Lindenbergs. Hier am Ufer des Stausees legten wir eine halbstündige Pause ein. Die Wahl für den Weiterverlauf der Strecke fiel auf den Höhenweg und wir wurden mit traumhaften Aussichten belohnt. Durch beeindruckende Wälder und eiszeitliche Blockhalden, auf denen bis zum heutigen Tag die Bäume nicht Fuß fassen konnten, geht es vorbei an den Wallresten der Hünselburg nach Asel. Von hier aus führt die Strecke dann in weitem Bogen zurück zum Ausgangspunkt in Basdorf. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir den Basdorfer Hutewald und mussten einen Teil des letzten Stückes off-road – also querfeldein – zurücklegen. Viele von uns lieben solche „abseits“-Strecken, immer wieder schön. Wir wurden aber auch ausreichend gefordert, und so kam die nach kurzer Autofahrt zu Emma´s Kaffeescheune anstehende Tortenorgie manch einem Wandergefährten zur Stärkung gerade recht! Eine wunderbare Wanderung fand hier in diesem herrlich urigen Café weit draußen auf dem Land einen entsprechend passenden Abschluss.         FOTOS


                            28.01.2024   HOMBERGER RUNDE – RESTAURANT KRONE – ABENDMUSIK CHRISTUSKIRCHE  9km

   „Pferd und Banane“ – wieder mal ein Erlebnis der besonderen Art! Ein kleines Geschehen während der Wanderung, aber dazu später. Die Homberger Abendmusik bietet an diesem Sonntag die einzigartige Verbindung von Jazz und Orgelmusik genannt „Reger Second Hand“, mit dem „Pepe Joma Kwartett“ . Also eine Jazzband in der Kirche, das bekommst du nicht alle Tage geboten. Wir waren nicht die Einzigen voller Erwartung, die Kirche war bestens gefüllt und die Darbietung von Orgelstücken im Wechsel mit Jazzigem hat alle Teilnehmer in ihren Bann gezogen und viel Freude bereitet. Gewiss lag der Reiz auch im eher Ungewöhnlichen dieser Kombi. Wie gesagt, öfter mal was Neues! Die Wanderung fand bei herrlich blauem Winterhimmel statt, am Ende kamen 9km zusammen, in einer Runde von Homberg zunächst hinunter zur Grevenmühle, mit einem Schlenker den Schwarzbach hinauf und einem weiten Bogen längs des Golfplatzes. Hier machten wir eine kleine Rast. Als einige Pferde vorbei kamen, wurde eines davon ein wenig unruhig, „na das Tier scheut wohl etwas“, hieß es aus unseren Reihen – „nein“ erwiderte die Führerin: , „es möchte gerne die Banane….“ . Kurzer Prozess, eine halbe war noch auf der Hand und das Tier nahm sie auch begierig an. Weiter ging es vorbei am Landcafé Gross-Illbeck und als nächstes stand dann die Einkehr der 17 Wanderer  im Restaurant KRONE an. Es war alles perfekt vorbereitet und wir wurden vorzüglich bedient.  Im Anschluss an die Einkehr erfreuten wir uns an der Abendmusik in der nahegelegenen Christuskirche.     FOTOS

                                   14.01.2024  BOTTROP-KIRCHHELLENER HEIDE 10,5km  KRIPPENLANDSCHAFT und AMANDA

    Bei klarer eiskalter Luft auf schönen Wegen in der Kirchheller Heide zu wandern ist ein wahres Januar-Vergnügen. Vereist waren die vielen Tümpel und Wasserstellen, teilweise auch die größeren Gewässer, die Wege hingegen waren unvereist und ebenso gab es kaum vermatschte Teilstücke. Hatte es am Sonntagmittag bei der Anreise noch heftig geschneit, so blieb das Wetter während der Wanderung – wieder einmal – perfekt. Dem Auge bot sich im Naturschutzgebiet Kirchheller Heide  unter dem eigentlich öden grauen Winterhimmel dennoch eine Landschaft voller Licht- und Schattenspiele. Insbesondere die zahlreichen unterschiedlich vereisten Gewässer boten reizvolle Winterbilder. Im Anschluss an die Wanderung gab es für die 13 Teilnehmer heute dann noch ein sehr spezielles besonderes Erlebnis.  Nur wenige Kilometer entfernt im Bottroper Ortsteil Kirchhellen hat die Ortsjugend eine wunderschöne große weitläufige Krippenlandschaft aufgebaut mit der Darstellung der traditionellen sich um die Geburt Jesu rankenden Geschichten und Figuren im Morgenland – aber auch als Milieu-Krippe mit Szenen aus dem bauerlich- handwerklich und vom Bergbau geprägten Leben der hiesigen Region des südlichen Münsterlandes. Eine alles in allem großartig und liebevoll gelungene – sogar mit manchen lustigen Details versehene Krippenlandschaft. Den Abschluss des Wandertages bildete dann – wie kann es hier anders sein – die Einkehr im Restaurant Amanda mit seinen Supergerichten. Es gibt wohl kaum schönere Wege als unsere heutigen Aktivitäten, der Tristesse eines grauen Januartages zu entgehen.     FOTOS

                                       07.01.2024  JAHRESAUFTAKTWANDERUNG im NEANDERTAL  12km  mit anschl.GRÜNKOHLESSEN

   Besser hätte unser Neujahr-Wanderstart nicht sein können: Kein Tropfen Regen, nachdem es seit Wochen regelrecht schüttete und eine Super Wandergruppe mit 27 Teilnehmern – alle hochmotiviert und bestgelaunt. Wir konnten sogar abseits der Wege problemlos in unvermatschtem Gelände laufen und damit einigen neuen Teilnehmern wie auch manchem alten Wandergefährten ein paar bisher unbekannte Wege bieten. Das Neandertal ist eben unglaublich vielseitig! Mit einer Temperatur so um die Null Grad war es schon knackig kalt und die Wanderpause, welche wir in der Schutzhütte an der Winkelsmühle einlegten, fiel dementsprechend kurz aus. Der krönende Abschluss unserer Jahresauftaktwanderung war selbstredend wieder das Grünkohlessen, diesmal im Gasthaus „Im Kühlen Grunde“, vor kurzem renoviert und mit neuem Pächter. Und der hatte mit uns seinen Einstand nach Maß, Ein super-leckeres Grünkohlgericht, locker-saftig schmackhaft mit Bio-Kasseler und Mettwurst – ein absolutes Highlight! Hier wird man uns sicher noch öfter sehen. Da kann man nur sagen: „Das Jahr fängt ja gut an“.      FOTOS